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ISOPANE ESG

Einscheibensicherheitsglas (ESG) ESG gemäß EN 12 150 ist hochwiderstandsfähig gegen Stoß-, Schlag- und Biegebeanspruchungen sowie thermische Belastungen. Beim thermischen Vorspannprozess wird die Glaseinheit bis zu einer Temperatur von über 600 °C erwärmt und dann anschließend mit Kaltluft konvektiv angeblasen.
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Durch die Behandlung wird in der Scheibe ein im Gleichgewicht befindlicher Spannungszustand aufgebaut. Die Oberflächen stehen unter Druck-, das Scheibeninnere unter Zugspannung. Bei Aufhebung des Spannungsverhältnisses durch Beschädigung der Oberfläche bzw. der Kanten zerbricht es in ein Netz kleiner stumpfartiger Krümel, die mehr oder weniger lose zusammenhängen. Durch dieses Bruchbild wird eine eventuelle Verletzungsgefahr deutlich gemindert. Diese Eigenschaften des Glases beruhen auf seiner Vorspannung.
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ESG kann nach dem Vorspannprozess nicht mehr bearbeitet werden, weil eine Störung des Eigenspannungszustandes durch Schneiden oder Bohren unweigerlich zum Bruch des Glases führen würde. Alle Maße und Bearbeitungen müssen vorher am Floatglas erfolgen und sind somit bei der Bestellung anzugeben. Oberflächenbearbeitungen wie z.B. ätzen oder mattieren, sind nachträglich möglich.

HEISSGELAGERTES EINSCHEIBENSICHERHEITSGLAS (ESG-H) ESG-H ist ein fremdüberwachtes, thermisch vorgespanntes Glas nach den Bedingungen der Bauregelliste (BRL) A Teil 1, lfd. Nr. 11.13, Anlage 11.11. Bei einem Heißlagerungstest (Heat-Soak-Test) gemäß BRL wird das thermisch vorgespannte Glas mit einer Haltezeit von mindestens 4 Stunden bei 290°C +/- 10°C heißgelagert, um einen möglichen Spontanbruch gewollt herbeizuführen bzw. um das Risiko eines Spontanbruchs zu minimieren. Nicht zu verwechseln mit dem Spontanbruch sind zeitlich versetzt auftretende Glasbrüche durch mechanische Einwirkungen oder Kantenverletzungen. Unsachgemäßer Transport und Verarbeitung können ebenfalls zum Bruch führen.

Anwendungsbereiche für ESG und ESG-H:
  • im Bereich von Sport-, Turn-, Mehrzweck- und Tennishallen (Stichpunkt: Ballwurfsicherheit)
  • im Spiel-, Pausen- und Korridorbereich von Schulen und Kindergärten
  • im Geschäfts- und Wohnungsbau für Türen, Treppengeländer, Ganzglasanlagen, Trennwände
  • für Fassadenbrüstungselemente und für Gläser mit hohem Strahlungsabsorptionsgrad
  • Einsatz zur Vermeidung von thermisch induzierten Brüchen


Einsatz in Kombination mit anderen Gläsern: ESG und ESG-H kann zu Verbundsicherheitsglas (VSG) und zu Isolierglas weiterverarbeitet werden.

Achtung: Als monolithische Verglasung weisen ESG und ESG-H grundsätzlich keine durchbruch-, absturz- und einbruchhemmenden Eigenschaften auf.

 

 

ISOPANE TVG

Teilvorgespanntes GLAS (tvg) Der Herstellungsprozess von teilvorgespanntem Glas (TVG) gemäß EN 1863 und Einscheibensicherheitsglas (ESG) ist sehr ähnlich. Auch hier wird die Scheibe beim thermischen Vorspannprozess bis zu einer Temperatur von über 600 °C erwärmt und dann anschließend mit Kaltluft konvektiv angeblasen. Die Abkühlphase erfolgt allerdings wesentlich verhaltener. So entsteht ein Glas, das in seinen thermischen und mechanischen Eigenschaften zwischen Floatglas und ESG angesiedelt ist. TVG ist immer dann einem ESG vorzuziehen, wenn die Biegefestigkeit und die Temperaturwechselbeständigkeit von normalem Floatglas nicht ausreichen, aber ESG aufgrund seines Bruchbildes ("Krümelstruktur") im Zerstörungsfall nicht die geforderte Resttragfähigkeit bietet.
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Erst durch die Weiterverarbeitung zu Verbundsicherheitsglas (VSG) bekommt TVG Sicherheitseigenschaften -

in dieser Kombination entsteht ein Sicherheitsglas, das die konstruktiven, vor allem aber auch die aktiven und passiven Sicherheitseigenschaften optimal in sich vereint.

Diese Verbindung von erhöhter Biegezugfestigkeit, Temperaturwechselbeständigkeit und Resttragfähigkeit schafft das ideale Produkt für:
  • Trennwände
  • Überkopfverglasungen
  • punktgehaltene Verglasungen
  • tragende Glaselemente, z.B. Treppenstufe

TVG kann nach dem Vorspannprozess ebenfalls nicht mehr bearbeitet werden. Alle Maße und Bearbeitungen müssen vorher am Floatglas erfolgen und sind somit bei der Bestellung anzugeben. Beim TVG kann auf den Heißlagerungstest (Heat-Soak-Test) verzichtet werden, da aufgrund des niedrigen Vorspanngrades ein Spontanbruch durch Fremkörpereinschlüsse z.B. durch Nickelsulfid praktisch ausgeschlossen werden kann.

Nowak Glas verfügt über eine "Allgemeine bauaufsichtliche Zulassung für teilvorgespanntes Glas" mit der Nr. Z-70.4-125. Diese umfasst sowohl monolithisches TVG als auch VSG aus 2 x TVG für die Anwendung von linienförmig- und punktförmig gelagerten Verglasungen. Eine Zustimmung im Einzelfall ist somit nicht mehr erforderlich. Damit entfallen für den Kunden die kosten- und zeitaufwendigen Biege-, Bruch- und Bauteilversuche. Eine Kopie der Zulassung kann entsprechend angefordert werden.